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flattr.com – der Weg, um digitalen Journalismus zu vergüten?

Es ist nicht der erste Versuch in dieser Richtung, aber ein Vielversprechender. flattr.com ist angetreten, ein vernünftiges Micropayment für die Bezahlung von digitalen Inhalten zu etablieren. Das Ganze funktioniert wie folgt: Man legt einen Account bei flattr.com an (momentan benötigt man einen Invite. Man kann sich auf einen Einladungsliste setzen lassen und erhält normalerweise innerhalb von 2-3 Wochen einen solchen Invite).
Als nächstes zahlt man einen Betrag von zum Beispiel 10,00 EUR ein (momentan leider nur Paypal Zahlungen möglich) und kann dann festlegen, wie viel man von seinem Guthaben pro Monat ausgeben möchte. Beispielsweise setzt man dies auf 2,00 € (dies bedeutet, man gibt die 10,00 € in 5 Monaten aus).
Blogs, Zeitungen und sonstige Autoren können auf ihrer Seite ein flattr Widget einbinden. Wenn einem der Artikel oder das Angebot gefällt, kann man als flattr Nutzer einfach auf das Widget klicken. Es wird ein Klick bei flattr registriert.
Das monatliche Budget, dass man sich gesetzt hat, wird am Ende des Monats auf alle Klicks, die man getätigt hat, aufgeteilt. Klickt man beispielsweise nur einen Beitrag an, erhält der Autor 2,00 €. Klickt man 10 Inhalte an, werden die 2,00 € auf alle 10 aufgeteilt, jeder erhält also 0,20 €.
Warum das Ganze funktionieren kann? Zumindest auf der Seite der Contentanbieter hat flattr schon eine rasante Verbreitung gefunden und ist bei vielen der so genannten A-Blogs inkludiert. Wenn jetzt auch genügend Nutzer registriert sind, könnte flattr den wirklichen Unterschied machen.
Was ist derzeit also noch problematisch an flattr?
- Bisher nur geringe Nutzerzahl
- Zahlungen nur per Paypal, die Gebühren werden einem vom Guthaben abgezogen (Von 10,00 € bleiben etwa 9,30 € übrig)
- Mögliche Privacy Issues, da naturgemäß gespeichert wird, welche Artikel man favorisiert
- Man kann nicht individuell pro Artikel oder Beitrag sagen, wieviel einem dieser wert ist, sondern kann nur mit dem gesamten monatlichen Budget arbeiten
Um aber eine sinnvolle Alternative in der Diskussion um Journalismus im Internet, digitale Inhalte und deren Bezahlung zu bieten, ist das flattr-Modell vielleicht wirklich geeignet. Wie sieht das flattr-Widget aus? Wir haben es testweise in unsere Artikel eingebunden.
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